Bericht des Menschenrechtsrates zu Myanmar: Herausforderung 2025 – Unterdrückung, Gewalt und Entzug wichtiger Unterstützung

Die Menschen in Myanmar stehen im Jahr 2025 vor zwei großen Herausforderungen: der Unterdrückung und Gewalt durch eine zunehmend verzweifelte Militärjunta im eigenen Land und dem plötzlichen Entzug wichtiger Unterstützung aus dem Ausland.

Da die Kontrolle der Militärjunta über Myanmar weiter schwindet, greifen ihre Streitkräfte verstärkt auf bekannte Muster der Gewalt und Unterdrückung zurück. Sie intensivieren Luftangriffe auf Dörfer, führen Massenhinrichtungen von Dorfbewohnern durch und begehen weit verbreitete sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Seit dem Putsch wurden mehr als 100.000 Häuser und zivile Einrichtungen von den Truppen der Junta niedergebrannt.

Durch bewaffnete Konflikte und Angriffe der Junta wurden 3,5 Millionen Menschen vertrieben, die Hälfte der Bevölkerung ist in Armut gefallen, und es besteht eine akute Hungersnotgefahr. Die Zahl der Landminenopfer, der politischen Gefangenen und der Menschen, die von extremer Nahrungsmittelknappheit betroffen sind, hat Rekordhöhen erreicht. Gleichzeitig steigen die Raten von Tuberkulose, Malaria und Cholera.

Die positiven Auswirkungen von Maßnahmen einiger Mitgliedsstaaten zeigen, wie wichtig und wirksam internationale Unterstützung für die Menschenrechte in Myanmar ist. Doch der Rückzug der internationalen Gemeinschaft untergräbt die Fähigkeit der Menschen in Myanmar, erfolgreich zu sein, verschärft die humanitäre Krise und droht, die Region weiter zu destabilisieren.

Der Menschenrechtsrat wird als das Gewissen der Vereinten Nationen bezeichnet. Jetzt, mehr denn je, brauchen die Menschen in Myanmar, dass seine Mitglieder eine starke öffentliche Haltung für die Menschenrechte einnehmen und gegen den plötzlichen Zusammenbruch der internationalen Unterstützung eintreten. Dies ist ein Privileg, das Menschenrechtsverteidigern, humanitären Helfern und UN-Agenturen nicht gewährt wird, da sie befürchten, dass ein offenes Engagement ihre Fähigkeit zur Bereitstellung lebenswichtiger Hilfe inmitten der sich verschärfenden humanitären Krise weiter gefährden könnte.

So das Ergebnis des Berichts der 58. regulären Sitzung des Menschenrechtsrates. Der vollständige Bericht kann über die Seite des UNITED NATIONS HUMAN RIGHTS COUNCIL geladen werden.

 

19. März 2025