Am 1. Februar 2021 wurde der damalige Regierungschef des Shan-Staats in Myanmar, Linn Htut, im Rahmen eines Militärputsches bei einer landesweiten Razzia gegen hochrangige Regierungsangehörige festgenommen. Nachdem man ihn Berichten zufolge gefoltert und Schlafentzug, Isolationshaft und unfairen Gerichtsverfahren ausgesetzt hatte, wurde Linn Htut auf der Grundlage konstruierter Anklagen wegen Korruption und Wahlbetrugs zu insgesamt 20 Jahren Haft und Zwangsarbeit verurteilt. Im Februar 2025 erklärte die UN-Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung die Inhaftierung von Linn Htut für willkürlich und forderte seine sofortige Freilassung. Angesichts von 1.800 gemeldeten Todesfällen in Haft in Myanmar innerhalb von drei Jahren ist Linn Htut in großer Gefahr. Der 65-Jährige leidet an mehreren chronischen Erkrankungen, die durch jahrelange Folter und schlechte Haftbedingungen noch verschlimmert wurden. Das Militär in Myanmar muss Linn Htut umgehend und bedingungslos freilassen.